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HAARAUSFALL

Die Ursachen für Haarausfall sind vielfältig. Die richtige Ursache zu identifizieren ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie.


WELCHE ARTEN VON HAARAUSFALL GIBT ES?

 

ERBLICH BEDINGTER HAARAUSFALL

 

Erblich bedingter Haarausfall oder androgenetische Alopecie ist die häufigste Ursache für das Dünnerwerden der Haare und für eine fortschreitende Glatzenbildung. Der Grund für diese Form von Haarausfall liegt in der Vererbung von Hormonrezeptoren am Oberkopf, die sensibel auf männliche Hormone reagieren. Im Laufe der Zeit werden die Haare am Oberkopf immer feiner bis sie schließlich verschwinden. Beim erblich bedingten Haarausfall sind die Haare am Hinterkopf meist nicht betroffen.

 

 

» Der erblich bedingte Haarausfall betrifft etwa die Hälfte aller Männer weltweit. «

 

 

BEI MÄNNERN

 

Der erblich bedingte Haarausfall betrifft etwa die Hälfte aller Männer weltweit. Das Ausmaß des Haarverlusts hängt von den genetischen Voraussetzungen ab.

 

Androgenetischer Haarausfall des Mannes wird nach Norwood / Hamilton in 7 verschiedene Stadien eingeteilt:

Der erblich bedingte Haarausfall des Mannes kann in vielen Fällen durch eine medikamentöse Therapie aufgehalten werden. Männer mit androgenetischer Alopecie vom Typ 2 – 6 eignen sich in aller Regel gut für eine Haartransplantation. Bei der Planung einer Haartransplantation muss ein weiterer Haarverlust entweder durch Medikamention vermieden werden oder bei dem Eingriff mit eingeplant werden. Die Haardichte am Hinterkopf bestimmt, wieviel Haare verpflanzt werden können.

 

 

BEI FRAUEN

 

Etwa ein Drittel aller Frauen weltweit leiden unter androgenetischer Alopecie. Anders als bei Männern bildet sich bei Frauen selten eine Glatze, vielmehr kommt es zum Dünnerwerden der Haare am Oberkopf.

 

Bei Frauen kann der erblich bedingte Haarausfall im Wesentlichen in 4 verchiedene Stadien eingeteilt werden:


KREISRUNDER HAARAUSFALL

 

Von einem akuten Haarausfall (akutes Telogenefluvium) spricht man, wenn es zu einem plötzlichen stark vermehrten Ausfall von Haaren kommt (mehr als 100 Haare pro Tag). Betroffene beschreiben häufig, dass die Haare büschelweise ausfallen, Bürsten voll sind und der der Abfluss beim Haarewaschen verstopft. Die Ursachen für ein Telogenevluvium können vielfältig sein. Zu den häufigsten Ursachen gehören Schilddrüsenprobleme, Eisenmangel, Vitaminmangel und akute Stressituationen. Ein akuter Haarausfall kann gleichzeitig mit einem erblich bedingtem Haarausfall auftreten und diesen sogar erst sichtbar machen. Bevor eine Haartransplantation erwogen wird, müssen alle Ursachen für das Telogenefluvium beseitigt werden und der akute Haarausfall gestoppt werden.


AKUTER HAARAUSFALL

 

Frauen mit Ludwig-Typ 2 und dem sogenannten Tannenbaum-Muster eignen sich in der Regel gut für eine Haatransplantation. Das kosmetische Ergebnis wird wesentlich durch die Haardicke und Haardichte vom Spenderareal am Hinterkopf bestimmt.

 

Kreisrunder Haarausfall oder alopecia areata ist eine entzündliche Erkrankung, bei der es zur Ausbildung kreisrunder haarloser Stellen am Kopf, Bart oder Körperhaaren oder sogar zum vollständigen Verlust aller Kopf- oder Körperhaaren kommt (alopecia areata totalis / universalis). Es wird geschätzt, dass etwa 2 % der Weltbevölkerung von kreisrundem Haarausfall betroffen sind. Die Ursachen des kreisrunden Haarausfalls sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird davon ausgegangen, dass es sich bei der alopecia areata um eine Autoimmnerkrankung handelt, sich also das Immunsystem gegen die eigenen Haare richtet. alopecia areata kann nicht mit einer Haartransplantation behandelt werden. Patienten mit erblich bedingtem Haarausfall und alopecia areata dürfen nur dann operiert werden, wenn der kreisrunde Haaraausfall abgeheilt ist. Es besteht dann immer die Gefahr, dass die alopecia areata wieder aktiviert wird und die verpflanzten Haare ausfallen.

 

Weitere Informationen zu alopecia areata finden Sie auf:

 

www.naaf.org
www.kreisrunderhaarausfall.de


VERNARBENDER HAARAUSFALL

 

Unter vernarbendem Haarausfall versteht man eine Gruppe seltener entzündlicher Kopfhauterkrankungen, die zu fleckenförmigem permanenten Verlust von Haaren mit Ausbildung von Narben führen. Die Ursachen für vernarbenden Haarausfall sind nicht vollständig geklärt.

Auch hier handelt es sich um Autoimmunerkrankungen, wobei sich das Immunsystem gegen die Stammzellen der Haare richtet. Patienten mit vernarbendem Haarausfall können nur dann mit einer Haartransplantation behandelt werden, wenn der Haarausfall gestoppt ist und die Entzündung ausgeheilt ist. Hierbei besteht jedoch die Gefahr, dass die Krankheit durch die Operation aktiviert wird oder zu einem späteren Zeitpunkt aufflammt und somit zum Verlust der verpflanzten Haare führt. Auch die Anwachsraten der verpflanzten Haarimplantate sind in der Regel schlechter als bei erblich bedingtem Haarausfall. Trotzdem konnte erfahrungsgemäß oft ein befriedigendes kosmetisches Ergebnis erreicht werden.

 

Narben nach Unfällen oder chirurgischen Eingriffen, angeborenen Geheimratsecken oder einer hohen Stirn sowie ein angeborenes Fehlen von Haaren in kleinen Arealen können mit einer Eigenhaartransplantation gut korrigiert werden.